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Kohlenmonoxid — die unsichtbare Gefahr

Ein Gas, das man weder sieht noch riecht — und das jedes Jahr Menschen das Leben kostet. So schützt du dich vor Kohlenmonoxid.

Warum Kohlenmonoxid so heimtückisch ist

Kohlenmonoxid (CO) ist ein Gas, das man nicht sehen, riechen oder schmecken kann. Es entsteht überall dort, wo etwas verbrennt und zu wenig frische Luft da ist — die Verbrennung ist dann unvollständig. Man merkt die Gefahr erst, wenn es fast zu spät ist.

Im Körper bindet CO über 200-mal stärker an das Blut als Sauerstoff. Die Organe werden nicht mehr versorgt — das kann innerhalb von Minuten bewusstlos und tödlich machen.

Wo entsteht es?

  • Gasthermen & Durchlauferhitzer mit verstopftem oder undichtem Abzug
  • Kamin, Kachel- oder Holzofen bei verrußtem oder blockiertem Schornstein
  • Holzkohlegrill oder Heizpilz in geschlossenen Räumen, Garage oder Zelt — lebensgefährlich
  • Laufender Motor in der Garage
  • Shisha/Wasserpfeife in schlecht gelüfteten Räumen

Die Warnzeichen

Die Symptome ähneln einer Grippe oder Erschöpfung — deshalb werden sie oft übersehen: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit, Verwirrtheit.

Ein klares Alarmzeichen: Wenn mehrere Personen im selben Raum gleichzeitig über Kopfschmerz und Übelkeit klagen — oder auch Haustiere träge werden — und die Beschwerden im Freien nachlassen. Dann raus und die 112 rufen.

Der CO-Melder — der einzige verlässliche Schutz

Weil man CO nicht wahrnimmt, hilft nur ein CO-Melder (Kohlenmonoxid-Warnmelder nach Norm EN 50291). Wichtig: Er ersetzt keinen Rauchmelder — beide warnen vor Unterschiedlichem.

  • Wo anbringen: im selben Raum wie die Feuerstätte (Therme, Ofen) und im Schlafbereich — in Atemhöhe, nicht direkt über dem Gerät. CO verteilt sich anders als Rauch, deshalb nicht zwingend an die Decke wie der Rauchmelder. Herstellerangaben beachten.
  • Testen wie den Rauchmelder regelmäßig per Knopfdruck; auf das Ablaufdatum achten (Sensoren altern).

Wenn der Melder piept oder du CO vermutest

Fenster und Türen öffnenSofort für Durchzug und frische Luft sorgen.
Alle nach draußenBring alle Personen ins Freie — auch Haustiere. Nicht im Gebäude bleiben.
112 rufenVon draußen den Notruf wählen und „Kohlenmonoxid“ nennen.
Nicht zurückBetrete die Räume erst wieder, wenn die Feuerwehr sie freigibt.
Betroffene sofort an die frische Luft.

Wer benommen oder bewusstlos ist, gehört ins Freie und in die stabile Seitenlage — und braucht dringend den Rettungsdienst. CO-Vergiftungen unterschätzt man leicht.

Am besten vorbeugen

  • Geräte warten lassen: Therme, Ofen und Kamin regelmäßig vom Fachbetrieb bzw. Schornsteinfeger prüfen.
  • Abzüge frei halten: Schornstein und Abgaswege nie verstopfen oder abdecken.
  • Nie drinnen grillen oder heizen: Holzkohlegrill und Heizpilz gehören ins Freie — niemals in Wohnung, Garage oder Zelt.
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Fragen dazu?

Sprich uns an — dienstags ab 19 Uhr im Gerätehaus oder per E-Mail.

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