Freiwillige Feuerwehr Hofheim-Langenhain
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Welcher Feuerlöscher wofür?

Nicht jeder Löscher passt zu jedem Brand — im schlimmsten Fall macht das falsche Löschmittel alles schlimmer. Die Brandklassen erklärt.

Warum überhaupt etwas brennt

Damit etwas brennt, müssen drei Dinge gleichzeitig zusammenkommen — und das im richtigen Mengenverhältnis. Nimmt man dem Feuer nur eine dieser drei „Ecken“, geht es aus. Genau darauf beruht jedes Löschen.

Wärme Brennstoff Sauerstoff FEUER
KühlenDem Feuer die Wärme entziehen — meist mit Wasser. Der Klassiker bei Glutbränden: Holz, Papier, Textilien (Klasse A).
ErstickenDem Feuer die Luft nehmen — mit Schaum, Pulver, CO₂ oder einer Löschdecke. Der einzig sichere Weg bei Fett und Flüssigkeiten.
Brennstoff entziehenDen Nachschub kappen — Gaszufuhr abdrehen, Brennbares wegräumen. Ohne „Nahrung“ erlischt das Feuer von selbst.

Welcher Löscher passt zu welchem Brand?

Was brennt?Geeignete Löschmittel
AFeste Stoffe: Holz, Papier, Textilien, KohleWasser, Schaum, ABC-Pulver
BFlüssigkeiten: Benzin, Öl, Lacke, WachsSchaum, ABC-Pulver, CO₂
CGase: Propan, Butan, ErdgasABC-Pulver — vorher Gaszufuhr schließen!
DMetalle: Magnesium, Aluminium (Werkstatt/Industrie)Spezial-Metallbrandpulver
FSpeiseöle und -fette: Fritteuse, PfanneSpezieller Fettbrandlöscher
Fettbrand niemals mit Wasser löschen!

Wasser verdampft im heißen Fett schlagartig und reißt brennende Fetttröpfchen mit — eine meterhohe Stichflamme (Fettexplosion) ist die Folge. Stattdessen: Herd aus, Deckel oder Backblech drauflegen, Pfanne stehen lassen.

Fettexplosion: Wasser in brennendes Fett erzeugt einen meterhohen Feuerball
Ein kleiner Becher Wasser ins brennende Fett — und es entsteht ein meterhoher Feuerball. Foto: Benjah-bmm27 / Wikimedia Commons (gemeinfrei)
Querschnitt: Wasser sinkt ins heiße Fett, verdampft schlagartig und schleudert brennendes Fett als Flamme nach oben
Warum? Das schwerere Wasser sinkt ins heiße Fett, verdampft schlagartig und reißt brennende Fett­tröpfchen mit nach oben. Grafik: Benjah-bmm27 / Wikimedia Commons (gemeinfrei)

Im Ernstfall: so löschst du richtig

Sicherung ziehenSplint bzw. Sicherung am Löscher herausziehen — erst dann ist er einsatzbereit.
Abstand haltenZwei bis drei Meter Abstand zum Feuer, dann kontrolliert näher herangehen.
In die Glut, nicht in die FlammenDen Löschstrahl auf den Brandherd unten richten, nicht in die Flammen darüber. Stoßweise löschen und den Löscher dabei bewegen.
Mit dem Wind, Fläche von vorne aufrollenIm Freien mit dem Wind arbeiten. Danach die Brandstelle im Auge behalten, damit nichts wieder aufflammt.
Video: Feuerlöscher richtig einsetzenVorführung der Freiwilligen Feuerwehr Waiblingen · via YouTube
Ein Klick lädt das Video von YouTube — dabei werden Daten an Google übertragen.

Für zuhause

Für die meisten Haushalte ist ein Schaumlöscher (Brandklassen A/B) die beste Wahl — er löscht zuverlässig und richtet weniger Folgeschäden an als Pulver. Für die Küche ergänzt ein kleiner Fettbrandlöscher (F) oder eine Löschdecke. Löscher alle zwei Jahre warten lassen.

Und immer gilt: Erst den Notruf 112 absetzen, dann löschen — und nur, solange du dich dabei nicht in Gefahr bringst. Ein Feuerlöscher ist für Entstehungsbrände gedacht, nicht für Zimmerbrände.
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