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Rauchmelder — der Lebensretter für kleines Geld

Ein Rauchmelder kostet wenige Euro und warnt dich, während du schläfst. Warum das so wichtig ist, wo er Pflicht ist, wie er funktioniert — und was du tust, wenn er losgeht.

Warum ein Rauchmelder Leben rettet

Die meisten Menschen, die bei einem Wohnungsbrand ums Leben kommen, sterben nicht an den Flammen, sondern am Brandrauch — und die meisten davon nachts im Schlaf. Der Grund: Im Schlaf ruht auch der Geruchssinn. Rauch weckt niemanden, er betäubt. Schon wenige Atemzüge können bewusstlos machen, lange bevor das Feuer selbst gefährlich wird.

Brandrauch weckt dich nicht — er betäubt dich.

Ein Rauchmelder ist im Ernstfall dein wichtigster Wecker: Er schlägt Alarm, solange noch Zeit zum Rausgehen bleibt.

Wo Rauchmelder Pflicht sind

Rauchmelder sind inzwischen in allen deutschen Bundesländern Pflicht. In Hessen gilt sie seit 2005 für Neubauten und seit dem 31. Dezember 2014 auch für alle bestehenden Wohnungen. Angebracht werden müssen sie in Schlafzimmern, Kinderzimmern und in Fluren, die als Rettungsweg dienen.

Für den Einbau ist die Eigentümerin oder der Eigentümer verantwortlich. Dass die Melder auch funktionieren — also das Testen und der Batteriewechsel — liegt in Hessen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern, sofern der Eigentümer das nicht selbst übernimmt. Die genauen Regeln stehen in der Hessischen Bauordnung; im Zweifel hilft dir unsere Wehr gern weiter.

Weißer Rauchmelder an einer Zimmerdecke montiert
Der richtige Platz: an der Decke, möglichst in der Raummitte. Foto: Nordelch / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Richtig anbringen: an der Decke, möglichst in der Raummitte und mindestens 50 cm von Wänden und Lampen entfernt. In Küche und Bad lösen normale Melder durch Kochdunst und Wasserdampf leicht Fehlalarm aus — dort gehören spezielle Hitze- bzw. Wärmemelder hin.

Wie funktioniert ein Rauchmelder?

Die meisten Heimrauchmelder arbeiten nach dem optischen Streulichtprinzip. In einer kleinen dunklen Kammer sitzen eine LED und — schräg dazu versetzt — ein Lichtsensor. Ist die Luft klar, läuft der Lichtstrahl am Sensor vorbei in eine Lichtfalle. Dringt Rauch ein, streuen die Rußpartikel das Licht in alle Richtungen — ein Teil fällt auf den Sensor, und der Melder schlägt Alarm. Moderne Melder kommen dabei ganz ohne radioaktives Material aus.

Ohne Rauch Falle LED Sensor Mit Rauch Falle LED Sensor Alarm!
Optisches Streulichtprinzip: Ohne Rauch läuft das Licht ins Leere, mit Rauch wird es auf den Sensor gestreut und löst Alarm aus.

Damit er im Ernstfall funktioniert: einmal im Monat kurz den Testknopf drücken. Ein einzelnes Piepen etwa alle 30 bis 60 Sekunden heißt: Batterie schwach. Am wenigsten Arbeit machen Geräte mit fest verbauter 10-Jahres-Batterie.

Was tun, wenn der Melder losgeht?

Alle wecken und warnenBring alle im Haushalt auf die Beine — besonders Kinder, ältere und schwerhörige Personen.
Raus — auf dem kürzesten WegNichts anziehen, keine Wertsachen suchen. Jede Sekunde zählt.
Türen hinter dir schließenGeschlossene Türen bremsen Feuer und Rauch spürbar — aber nicht abschließen.
Von draußen die 112 wählenErst in Sicherheit, dann den Notruf absetzen und die Rettungskräfte einweisen.
Nicht zurück ins HausKein Gegenstand ist es wert. Warte draußen auf die Feuerwehr.
Tür heiß oder Rauch im Spalt? Nicht öffnen.

Bleib im Raum, dichte die Tür ab (zum Beispiel mit nassen Tüchern) und mach dich am Fenster bemerkbar. Die Feuerwehr kommt zu dir.

Fehlalarm? Piept der Melder nur alle halbe bis ganze Minute einmal kurz, ist meist die Batterie schwach. Löst er beim Kochen oder Duschen aus, kurz lüften und Ruhe bewahren — aber nie die Batterie herausnehmen und das Wiedereinsetzen vergessen.
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Fragen zu Rauchmeldern?

Sprich uns an — dienstags ab 19 Uhr im Gerätehaus oder per E-Mail.

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