Freiwillige Feuerwehr Hofheim-Langenhain
Im Notfall112
Start › Gut zu wissen › Schutzausrüstung

Die persönliche Schutzausrüstung

Wenn es ernst wird, steckt eine Feuerwehrfrau oder ein Feuerwehrmann in mehreren Schichten Spezialausrüstung — jedes Teil hat seine Aufgabe. Fahr über die Punkte im Bild.

Feuerwehrmann in kompletter Schutzausrüstung mit Atemschutz1234567

Immer dabei, je nach Einsatz erweitert

Grundausstattung und Ergänzung

Vier Teile trägt jede Einsatzkraft immer: Helm, Schutzanzug (Jacke & Hose), Handschuhe und Stiefel — die vorgeschriebene Mindestschutzausrüstung. Je nach Einsatz kommt gezieltes Zubehör dazu: bei Rauch der Atemschutz, an der Straße zusätzliche Warnkleidung, bei Absturzgefahr der Haltegurt.

Wusstest du? Komplett angelegt — mit Pressluftatmer und voller Flasche — trägt eine Einsatzkraft gut 20 Kilogramm mit sich. Und das oft bei großer Hitze und schlechter Sicht.

Atemschutz

So funktioniert der Atemschutz

Brandrauch ist heiß, nimmt jede Sicht und ist vor allem giftig — schon wenige Atemzüge können lebensgefährlich sein. Deshalb geht niemand ohne Atemschutz in verrauchte Räume. Das Kernstück ist der Pressluftatmer: Der Trupp atmet nicht die Umgebungsluft, sondern saubere Druckluft aus einer eigenen Flasche auf dem Rücken — umluftunabhängig, also unabhängig von Rauch und Sauerstoffmangel.

AtemluftflascheStahl oder leichtes Karbon, meist 300 bar Druck — rund 1.600 Liter Atemluft auf dem Rücken.
LungenautomatGibt die Luft nur beim Einatmen frei und regelt sie auf angenehmen Atemdruck herunter.
VollmaskeDichtet das Gesicht ab und schützt zugleich die Augen vor Rauch und Hitze.
Manometer & WarnpfeifeZeigt den Luftvorrat. Ein Dauerton bei etwa 55 bar heißt unmissverständlich: Rückzug!

Wie lange reicht die Luft?

Rechnerisch etwa 20–30 Minuten — bei schwerer Arbeit und Hitze aber deutlich weniger, weil man dann viel mehr Luft verbraucht. Genau deshalb wird der Vorrat ständig im Blick behalten.

Keiner geht allein

Unter Atemschutz arbeitet der Trupp immer mindestens zu zweit. Draußen führt die Atemschutzüberwachung Buch: wer wann hineingegangen ist, wie viel Druck noch da ist und wann spätestens Schluss ist. Ein Sicherheitstrupp steht bereit, um im Notfall sofort nachzugehen und den Trupp herauszuholen.

Wer darf unter Atemschutz?

Atemschutzgeräteträger müssen körperlich fit sein — nachgewiesen durch eine arbeitsmedizinische Untersuchung (G26.3) —, einen Lehrgang absolvieren und regelmäßig üben, etwa in der Atemschutz-Übungsstrecke.

Kurz gemerkt: Eigene Luft auf dem Rücken, immer mindestens zu zweit, ständig überwacht — und bei etwa 55 bar heißt es raus.

Zusatzausrüstung des Angriffstrupps

Die Feuerwehrleine — für den Notfall dabei

Wer unter Atemschutz in ein verrauchtes Gebäude vorgeht, nimmt den Feuerwehr-Leinenbeutel mit. Darin steckt eine rund 30 Meter lange, reißfeste Feuerwehrleine — griffbereit und verdrehsicher aufgeschossen, sodass sie sich im Ernstfall sofort und ohne Verheddern herausziehen lässt.

SelbstrettungWird der Rückweg vom Feuer abgeschnitten, kann sich der Trupp mit der Leine notfalls aus einem Fenster in Sicherheit bringen.
Rückweg sichernIm dichten Rauch, wo man die Hand vor Augen kaum sieht, weist die Leine den Weg zurück nach draußen.
Halten & SichernZum Sichern von Personen und Geräten oder um Ausrüstung nach oben zu ziehen.
Immer griffbereitDer Beutel wird am Körper getragen — so ist die Leine da, wenn jede Sekunde zählt.

Sehenswert

Selbstrettung im Video

Wie sich ein Trupp unter Atemschutz im Notfall mit der Feuerwehrleine selbst aus einem Gebäude retten kann, zeigt dieses Video anschaulich Schritt für Schritt.

Video-AnleitungRetten und Selbstretten: „Selbstretten“Kanal Feuerwehr Alsfeld · öffnet auf YouTube→
?
Fragen dazu?

Sprich uns an — dienstags ab 19 Uhr im Gerätehaus oder per E-Mail.

Zum Kontakt →