Wenn es ernst wird, steckt eine Feuerwehrfrau oder ein Feuerwehrmann in mehreren Schichten Spezialausrüstung — jedes Teil hat seine Aufgabe. Fahr über die Punkte im Bild.
1234567Immer dabei, je nach Einsatz erweitert
Vier Teile trägt jede Einsatzkraft immer: Helm, Schutzanzug (Jacke & Hose), Handschuhe und Stiefel — die vorgeschriebene Mindestschutzausrüstung. Je nach Einsatz kommt gezieltes Zubehör dazu: bei Rauch der Atemschutz, an der Straße zusätzliche Warnkleidung, bei Absturzgefahr der Haltegurt.
Atemschutz
Brandrauch ist heiß, nimmt jede Sicht und ist vor allem giftig — schon wenige Atemzüge können lebensgefährlich sein. Deshalb geht niemand ohne Atemschutz in verrauchte Räume. Das Kernstück ist der Pressluftatmer: Der Trupp atmet nicht die Umgebungsluft, sondern saubere Druckluft aus einer eigenen Flasche auf dem Rücken — umluftunabhängig, also unabhängig von Rauch und Sauerstoffmangel.
Rechnerisch etwa 20–30 Minuten — bei schwerer Arbeit und Hitze aber deutlich weniger, weil man dann viel mehr Luft verbraucht. Genau deshalb wird der Vorrat ständig im Blick behalten.
Unter Atemschutz arbeitet der Trupp immer mindestens zu zweit. Draußen führt die Atemschutzüberwachung Buch: wer wann hineingegangen ist, wie viel Druck noch da ist und wann spätestens Schluss ist. Ein Sicherheitstrupp steht bereit, um im Notfall sofort nachzugehen und den Trupp herauszuholen.
Atemschutzgeräteträger müssen körperlich fit sein — nachgewiesen durch eine arbeitsmedizinische Untersuchung (G26.3) —, einen Lehrgang absolvieren und regelmäßig üben, etwa in der Atemschutz-Übungsstrecke.
Zusatzausrüstung des Angriffstrupps
Wer unter Atemschutz in ein verrauchtes Gebäude vorgeht, nimmt den Feuerwehr-Leinenbeutel mit. Darin steckt eine rund 30 Meter lange, reißfeste Feuerwehrleine — griffbereit und verdrehsicher aufgeschossen, sodass sie sich im Ernstfall sofort und ohne Verheddern herausziehen lässt.
Sehenswert
Wie sich ein Trupp unter Atemschutz im Notfall mit der Feuerwehrleine selbst aus einem Gebäude retten kann, zeigt dieses Video anschaulich Schritt für Schritt.
Video-AnleitungRetten und Selbstretten: „Selbstretten“Kanal Feuerwehr Alsfeld · öffnet auf YouTube→