Ein Wohnungsbrand kann schnell über tausend Liter Wasser pro Minute verschlingen. Woher die Feuerwehr dieses Wasser nimmt — und wie es zum Feuer kommt.
Vom Hydranten oder einem offenen Gewässer bis zum Strahlrohr läuft das Löschwasser über die Pumpe des Fahrzeugs und den Verteiler:
Die rote Säule am Straßenrand. Schläuche werden direkt angekuppelt — sofort einsatzbereit und schon von Weitem sichtbar. Er ist frostempfindlicher als ein Unterflurhydrant und braucht etwas Platz.
Foto: ManuelB701 / Wikimedia Commons (CC0)
Der häufigste Typ bei uns: Er sitzt unsichtbar unter einer kleinen Klappe im Gehweg oder in der Fahrbahn. Die Feuerwehr setzt ein Standrohr auf und öffnet das Ventil mit einem Schlüssel — hier in Langenhain im Einsatz.
Foto: FF Langenhain
Reicht das Leitungsnetz nicht aus, saugt die Feuerwehr über Saugschläuche Wasser aus Teich, Bach oder Fluss — die sogenannte unabhängige Löschwasserversorgung. Dafür wird geübt, damit im Ernstfall jeder Griff sitzt.
Foto: FF LangenhainUnterflurhydranten sieht man von der Straße aus nicht. Damit die Feuerwehr sie im Ernstfall sofort findet, hängt in der Nähe — an einer Hauswand oder einem Pfosten — ein weiß-rotes Hinweisschild (nach DIN 4066). Es verrät Größe und genaue Lage des Hydranten:
Feuerwehrschläuche gibt es in verschiedenen Größen — jede für einen bestimmten Abschnitt des Wasserwegs. Alle haben genormte Storz-Kupplungen, damit jeder Schlauch an jedes Gerät passt.
| Schlauch | Wofür | |
|---|---|---|
| A | Saugschlauch | Steif und knickfest — saugt Wasser aus offenen Gewässern in die Pumpe. |
| B | Zuleitung (75 mm) | Die dicke Leitung — bringt große Mengen Wasser von der Pumpe zum Verteiler. |
| C | Angriff (42 mm) | Vom Verteiler zum Strahlrohr — damit wird tatsächlich gelöscht. |
Am Ende des Schlauchs sitzt das Strahlrohr. Je nach Lage kommen verschiedene Typen zum Einsatz:
Komm dienstags ab 19 Uhr am Gerätehaus vorbei — wir zeigen dir die Technik gern in echt.